FC O – SG Eider 5:4 (3:1) Tag der offenen Tür

Es war alles angerichtet für dieses Maifeuerevent. Tolle Organisation sei-tens des Vereins, der Wettergott spielte auch mit und beide Mannschaften lieferten sich ein packendes Duell auf Augenhöhe. Allerdings waren wir in Hz 1 die spielbestimmende Mannschaft und nutzten die Fehler in der Gäs-teabwehr eiskalt aus. Nach einem Einwurf verlängerte Petersen den Ball vor das eigene Tor, Klemens Krüger stand völlig blank und erzielte die frühe Führung (6.Min). Im Gegenzug fällte Torjäger Quade die falsche Entschei-dung; anstatt direkt abzuschließen, legte er den Ball zurück und Suhr jagte das Leder in die Wolken. Mit 2 langen Bällen bereitete Wittek weitere Tor-chancen vor, aber zunächst schoss Voß knapp vorbei (10.) und P. Adria scheiterte an Torwart Ploog (19.). Aber dann klingelte es erneut. Nach einem Einwurf kam Lars Reiher ohne Gegenwehr an den Ball und technisch ver-siert, schlenzte er den Ball über Ploog ins Tor (21.). Aber wir jubelten zulan-ge und nach einem langen Ball setzte sich Janne Brammer durch und ver-kürzte (22.). Wir schüttelten uns kurz und belagerten dann wieder die Hälfte der Gäste. Nach schöner Vorarbeit von P. Adria nahm Voß den Ball direkt – drüber (33.) und nach einer Wittek Flanke köpfte Jürgen, am langen Pfosten stehend, daneben. Aber dann bereitete Voß das 3. Tor gekonnt vor. P. Adria hatte ihn auf die Reise geschickt und Nils Konnowski verlängerte die Flanke am kurzen Posten ins lange Eck (43.) Das war das erste Heimtor unseres Youngster, auswärts traf er bislang siebenmal. Während die Gäste nur noch eine Halbchance durch den 28 m Freistoß von Quade hatten, hätte Klemens Krüger aufsatteln können, aber nach schöner Vorarbeit von Voss schoss er dem Keeper genau in die Arme (45.). In Hz 2 waren noch keine 30 Sekunden gespielt und da klingelte es erneut. Langer Ball in die gegnerische Hälfte, Klemens sprintete hinterher und diesmal ließ er Ploog keine Abwehrchance. Der Torjubel unsererseits war noch nicht verklungen, da lag die Kugel er-neut im Netz. Quade setzte sich gegen Dethmann durch, umkurvte Flo Arps und schob locker ein. Jetzt witterte die SG Morgenluft und wir kamen bis auf einmal nicht wirklich nach vorne. Konnowski hätte seine starke Leistung krönen können, aber er setzte den Ball, nach Krüger Pass, knapp über die Latte (52.). Wir konnten uns glücklich schätzen, dass die Gäste einfach zu ungenau zielten und dennoch fiel in Min 61 das 4:3. Wir bekamen den Ball nicht raus und Petersen drosch das Leder in die Maschen. Jetzt drängte Eider auf den Ausgleich und lief in zwei Konter. Voß bediente Rupp muster-gültig, knapp vorbei (64.) Glück gehabt SG. Balleroberung Konnowski, Steilpass auf Voss und mit Überlegung schlenzte Jürgen den Ball ins lange Eck – 5:3 (65.). Und zum dritten Mal jubelten wir zu lange, aber das Glück war jetzt auf unserer Seite. Quade war auf und davon, doch im letzten Mo-ment grätschte Lasse Peters den Ball weg (66.) und nachdem Allers aus 16 m knapp verzog (67.) wurde es für 8 Minuten ruhiger. Aber dann hätten wir den Sack zumachen müssen, doch Keeper Ploog hielt seine Farben im Spiel. Nach einem 16 m Flachschuss von Rupp klärte er per Fußabwehr  (75.) und den Schuss von Konnowski entschärfte er ebenfalls sicher (76.). Also keine Vorentscheidung und es wurde noch dramatisch. Boie bekam den Ball nicht weg, Quade startete einen Querlauf, kam ins Stolpern und der gute Schiri Karasch pfiff Elfmeter. Zudem wurde Wittek wegen reklamieren verwarnt und Quade haute den Elfer humorlos in die Maschen(82.). Kurz darauf ließ sich Wittek zu einem taktischen Foul hinreißen und sah erneut den gelben Karton. Puh, ha, das kann ja heiter werden, aber Eider nutzte die numme-rische Überlegenheit nicht, weil sie es mit Gewalt wollten. Endlich konnte auch Flo Arps im Tor mal mitspielen, denn in der hektischen Schlussphase pflückte er viele hohe Bälle sicher weg und sorgte mit langen Abschlägen für Gefahr. Bei einem dieser wurde Rimme in der abgelaufenen Nachspielzeit gefoult, Alex Rupp führte den Freistoß aus, doch sein 22 m Schuss streifte den Außenpfosten. Und dann endlich pfiff der Schiri, mit ordentlich Nach-schlag, endlich ab und der FC O durfte sich erneut als Derbysieger am Maifeuerabend feiern lassen.

Fußballherz, was willst Du mehr. Knapp 250 zahlende Zuschauer, alle 10 Minuten im Schnitt ein Tor, kein taktisches Geplänkel, sondern mit offe-nem Visier in die Offensive, das dürfte eigentlich jeden Fußballfan erfreuen. Ob der Sieg nun verdient war, sollen andere entscheiden. Ich bin der Mei-nung, dass wir auch 10:8 hätten gewinnen können. Bericht: Rolf Kruse

Aufstellung: Arps – Wittek, Tödter (27. Dethmann), Peters, Boie – Kle Krüger, Konnowski,  P. Adria (70. N.O. Rimkus), Eismann – Voss, Reiher (60.Rupp, 85. M. Krüger),